Muhrufendes Untier

Mein Leben im WWW

Piloten-Muh

 

Wie alles begann...

Im Oktober 1998 wurde auch mir endlich klar, daß ich mit der Zeit gehen sollte: Internet ist angesagt!

Über die Uni ist das ja ganz einfach... gesetzt den Fall, man findet einen funktionstüchtigen Rechner mit freiem Platz im Zip-Pool und wird nicht immer von irgendwelchen Kursen vertrieben --- *seufz!*

Nachdem es aber dort relativ unkuschelig ist, folgte im Frühjahr 1999 der nächste Schritt: Uni-Login vom heimatlichen Rechner aus.
Ab da wurden die Nächte im WWW lang und länger (Die 5stündige Online-Session startete regelmäßig mit den Worten: "Ich guck nur kurz nach Post!"), und der Stuhl am Computer begann deutliche Verfallserscheinungen zu zeigen, während ich die unendlichen Weiten des WWW erforschte.

Und schließlich war es passiert: Nadine entdeckt das Chatten und wird im Focus-Chat zu Towanda, verteilt dort Knuddels, Zweideutigkeiten und Ÿs, feiert wilde Parties im Italia (die Beach-Parties waren echt legendär! *zwinker zu allen, die dabeiwaren!*) und führt dort auch ernste, traurige und tiefsinnige Gespräche.
Dort traf ich viele wunderbare und sehr unterschiedliche Menschen, die mittlerweile auch ein Teil meines "wirklichen" Lebens geworden sind - wobei die Grenzen zwischen meiner online- und der real-life-Existenz fließend sind, spätestens seit ich einige dieser Menschen auch im echten Leben getroffen habe und wieder treffen werde.

Im Chat geriet ich dann irgendwann auf jemanden, der mir die URL eines Forums gab, das ich doch unbedingt mal besuchen sollte, um da an irgendeiner Geschichte über Cyber-Dates mitzuschreiben (Dankö! @ Attrax! *ggg*).
So folgte im Juni 1999 mein erster Beitrag im Forum - der Ort, an dem das legendäre MUHRUFENDE UNTIER Mini-MUH(MrU) entstanden ist (welches hier in voller Pracht den Seitenkopf schmückt), wo der Club der Knuddeligen gegründet wurde, wo Nachdenkliches, Lustiges, Trauriges oder einfach nur brüllend komischer Schwachsinn in (meist) friedlicher Koexistenz gesammelt wurden und werden.

 

Inzwischen...

... habe ich meine flatratelose Zeit in Bamberg schon lange hinter mir (klar, ne Zeitlang hatte ich auch da analoge Flatrates, bis die Anbieter nach und nach erst nur noch sporadisch erreichbar waren und anschließend pleite gingen... was war das immer ein Gehangele von Anbieter zu Anbieter, und nach spätestens zwei Monaten war die Leitung wieder dicht *grmpf*).

Die Diplomarbeit zum Thema Internet ist seit dem ersten Halbjahr 2002 bestanden und online. Ich werde via Hausnetzwerk zuverlässig mit dicker DSL-Leitung versorgt, habe internet- und seitenbautechnisch massig dazugelernt und weiß immer noch nicht so viel, wie ich wissen möchte. Domains zu den verschiedensten Themen sammelten sich im Laufe der Zeit irgendwie so an.

Und am allerwichtigsten ist der freche Lummerländer, der mir beim ersten Chattertreffen gar nicht so aufgefallen war. Zum Glück war er im Chat hartnäckig genug (aber *pssst!* - niemals würde er zugeben, daß das von _ihm_ ausging!!!) und lud sich im August 2001 zu einem Mini-Chattertreffen nach Bamberg ein.
Angeblich wegen sehr großem Interesse an der historischen Altstadt *kicher*...

Ich will hier gar nicht ins Detail gehen.
Aber ich will euch dringend ans Herz legen, daß kulturelles Interesse an und für sich eine tolle Sache ist ;o)

 

Was noch passieren könnte...

Tja, gute Frage.

Aktuell plane ich zur Abwechslung mal keine neuen Domains (ts... als ob ich die anderen geplant hätte - die waren einfach _passiert_!).

Aber das Netz ist nach wie vor zentraler Punkt bei mir. Und kommt mir jetzt nicht mit so Krams wie Internetabhängigkeit und so. Ihr guckt doch auch täglich Nachrichten und in den Briefkasten - seid ihr denn tagesschau- und postabhängig? ;o)
Es sind kleine, alltägliche Dinge, für die das Netz bei mir wichtig ist:

Schmacht nach nem süßen Auflauf -> vorhandene Zutaten gecheckt und Rezept via Netz geholt
Wegbeschreibungen (wichtig für neu Zugezogene wie mich!) -> das weiß das Internet
Bundesliga am Samstag -> ich häng am Ticker und aktualisiere mir die Finger wund

Und so weiter...
Es sind viele Kleinigkeiten, bei denen das Netz ein komfortabler Weg ist, den ich nutze. Zeitfresser einerseits, aber in vielen Dingen wege- und nervenschonend.

Ich hoffe, daß es so bleibt, und andererseits bin ich auch gespannt auf die vielen Veränderungen, die das Netz so viel schnellerer Zeit durchmacht, als es bei anderen Medien der Fall ist...



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